Arbeit in der Partei

Eigentlich wollte ich ja Ende 2017 einfach nur Mitglied in der grünen Partei werden. Quasi als „Danke schön“ dafür, dass sich die Partei in den Sondierungsgesprächen nach der Bundestagswahl so deutlich aus der Komfortzone herausgewagt haben. Dass sie das Wahlergebnis für sich angenommen und auf die anderen verhandelnden Parteien zugegangen sind. Ja, das hat mir Respekt abgenötigt und dafür gesorgt, dass ich meine sonst so sorgsam vor mir hergeführte politische Neutralität aufgegeben habe. Aber nun, ich hätte es besser wissen sollen: Ich bin nicht zum „nur so Mitglied sein“ geschaffen.

Flugs ging ich zu Fraktionssitzungen, um mich kommunalpolitisch auf den neuesten Stand zu bringen. Ich brachte mich und mein Wissen in AKs ein. So kam es zu meinem Engagement in der Ratsversammlung. Doch Mitglied einer Partei zu sein, bedeutet mehr, als nur in meinem eigenen Ort zu werkeln.

Aktivitäten auf Landesebene – in LAGen

Der Olli lud mich zu einer LAG-Sitzung zu digitaler Politik hin, der Schwerpunkt des Abends war die DSGVO. Das interessierte mich, ich ging hin. Dann flatterte eine Einladung zur Gründung einer LAG „Säkular“ in meinen elektronischen Briefkasten. Genau mein Thema, hin da! (LAG steht übrigens für „Landesarbeitsgemeinschaft“, also dass sich da Menschen mit dem selben Interesse für ein Thema über Orts- und Kreisverbandsgrenzen hinweg miteinander austauschen und politisch arbeiten). Oh, und es gibt eine Gruppe, die sich mit Frauenpolitik beschäftigt! Und eine für den Nordstaat! Bedingungsloses Grundeinkommen! Energie! Migration! … Es gibt natürlich noch viele viele andere tolle LAGen (hier gucken), aber ich versuche schon einigermassen realistisch einzuschätzen, wieviel Freizeit ich dafür hergeben kann, ohne dass ich mich selbst aufgebe bzw. den Gruppen gar nicht weiterhelfen kann, weil ich keine Zeit habe, Texte zu lesen bzw. zu schreiben oder mich anderweitig einzubringen.

Daher konzentriere ich mich aktuell auf drei LAGen:

Diese Gruppen tagen unregelmäßig und über das Bundesland verstreut, so dass alle Parteimitglieder im Land die Gelegenheit haben, daran teilnehmen zu können, erarbeiten Anträge für Parteitage oder organisieren Vorträge. Falls Du interessiert bist – komm vorbei!

Partei-Aufgaben als Mitglied der Fraktion

Als Vertreterin der Grünen in der Kieler Ratsversammlung ist es für mich selbstverständlich, dass ich für die Parteimitglieder ansprechbar sind. Schließlich haben diese mich nicht nur gewählt, sondern auch durch die Erstellung des Wahlprogramms, in privaten Gesprächen mit Familie, Freunden,Bekannten und/oder bei ihren Einsätzen im Wahlkampf für das tolle Ergebnis der letzten Kommunalwahl gesorgt. Wann immer es geht, bin ich bei Veranstaltungen des Kreisverbandes dabei, und natürlich bei den regelmäßig stattfindenden Terminen des Grünen-Stammtischs.